Medien: Macht - Gewalt - Kultur? Jahrestagung der ajs am 27. Juni 2017


04. Juli 2017
"Fachtag E-Sport & Jugendschutz"

E-Sport wird in Deutschland immer populärer. In Turnieren treten Profi-Teams in Spielen wie Counter Strike, Dota 2 oder League of Legends gegeneinander an. Zu den E-Sports-Events kommen tausende, vor allem jugendliche Fans. Auf einer gemeinsamen Tagung in Köln von AJS NRW, fjmk und LVR-Landesjugendamt wird das Phänomen E-Sport aus Jugendschutz-Sicht diskutiert.


17. Oktober 2017
"Kinder stärken von Anfang an: Resilienzförderung"

Die Ergebnisse der Resilienzforschung legen nahe, dass die Widerstandsfähigkeit von Kindern bereits in frühester Kindheit gefördert werden sollte – und zwar in Interaktion mit allen Erwachsenen, die zur Lebenswelt des Kindes gehören.


Energy-Drinks    •    19. Juni 2017

Neue Risiken entdeckt - Experten kritisieren halbherzige Aufklärungskampagne

Für viele Jugendlichen sind Energy-Drinks eine legale Wachmacher-Droge. Rund 70 Prozent der deutschen Teenager greifen zu den stark koffeinhaltigen Getränken. Jeder Vierte trinkt laut einer Studie der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) nachweislich mehr davon, als gesund ist. 18 Prozent davon sind Kinder unter zehn Jahren.

In Prüfungsphasen oder bei Partys setzen Teenager auf den wachhaltenden Effekt des Koffeins, um die Nacht durchzumachen. Die Mengen, die sie dann achtlos trinken, sind bedrohlich: Ein Liter pro Person in einer Nacht, ermittelte das Bundesamt für Risikobewertung bei einer Umfrage unter 600 Jugendlichen. Ein Liter Energy-Drink enthält 320 Milligramm Koffein.

Mit Sorge blicken Experten wie Verbraucherschützer und der Berufsverband der Kinder- und Jugendmediziner (BVKJ) nun auf eine neue Studie, die den Blick auf andere Inhaltsstoffe lenkt: L-Carnitin, Panax Ginseng und Taurin. Diesen schreiben die Forscher des Medical Centers in Travis eine deutlich nachhaltigere Wirkung zu als bislang angenommen. Mehr als 80 Prozent aller Versuchsteilnehmer berichteten danach über unerwünschte Nebeneffekte wie Benommenheit, Angst, Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit oder Schlaflosigkeit. Solche Symptome werden häufig in Zusammenhang mit hohem Koffeinkonsum beschrieben.

Sowohl Verbraucherschützer als auch der Berufsverband der Kinder- und Jugendmediziner (BVKJ) kritisieren die bisherige Haltung der Politik. Das Ernährungsministerium lehnt bislang ein Verkaufsverbot an Minderjährige ab und setzt auf eine Kennzeichnungspflicht sowie die Aufklärungskampagne www.check-deine.dosis.de. Dort können Teenager über einen Koffeinrechner den für sie empfohlenen Höchstkonsum nachsehen. Experten des Verbraucherschutzes bezweifeln, dass Jugendliche einen solchen Rechner nutzen.

Das Ernährungsministerium verweist hingegen auf durchschnittliche 2.720 Zugriffe auf die Website in den Monaten April und Mai. In einer Stellungnahme teilt es zudem mit: "Wenn Energydrinks verboten würden, müsste auch geklärt werden, wieso Koffein in Energydrinks anders bewertet wird als das, was in Schokolade, Colagetränken, Eistee oder Kaffee enthalten ist." Zudem würde dann die Frage aufgeworfen, warum Kaffeeautomaten noch frei zugänglich in der Öffentlichkeit platziert werden dürfen.

Zum Vergleich: Cola enthält laut der Verbraucherzentrale nicht einmal die Hälfte des Koffeins eines Energy-Drinks. Eine Tafel Schokolade enthält in etwa die Menge einer mittelstarken Tasse Kaffee.

Der BVKJ hofft nun, möglicherweise über die derzeit diskutierte Zuckersteuer den Verkauf von Energy-Drinks indirekt einzuschränken. Jugendmediziner betrachten nämlich auch die enthaltene Zuckermenge als problematisch. Sie fördere Adipositas

Quelle: Rheinische Post (rp-online.de)

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