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„Gewalt und Radikalität - Aktuelle Herausforderungen für die Prävention“

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Salafismus    •    29. Mai 2017

In Hessen mehr Salafismus-Prävention gefordert

Gegen islamistischen Extremismus müsste in Hessen laut einer Kritik der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und der FDP-Opposition deutlich mehr für die Prävention bei Kindern und Jugendlichen getan werden. Nach einer Meldung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (www.faz.net) fordert die GEW, die Aufklärungsarbeit in den Schulen gegen die Gefahren des Salafismus zu stärken. Es gebe einen großen Bedarf bei Lehrern, sich zusätzliches Wissen anzueignen. Die FDP warf der Landesregierung mangelnde Initiative zum Schutz von Kindern vor islamistischer Propaganda vor.

Wie viele Kinder und Jugendliche in Hessen Zuhause islamistischer Propaganda ausgesetzt seien, ist der hessischen Landesregierung nicht bekannt. Es werde keine Statistik darüber geführt, wie oft Jugendämter von der Polizei darüber informiert würden, dass Verwandte der Kinder der islamistischen Ideologie anhängen und dadurch die Gefahr einer gewaltorientierten Erziehung bestehe. „Die Jugendämter und Polizeibehörden arbeiten hervorragend zusammen“, wird eine Sprecherin des Sozialministeriums in der FAZ zitiert.

In die Salafismus-Prävention sei unter anderem das Violence Prevention Network (VPN) eingebunden. Prinzipiell würden persönliche Daten aus Beratungsgesprächen mit VPN-Mitarbeitern nur im Fall einer „klar definierten Sicherheitsrelevanz“ weitergegeben. Werde bekannt, dass Eltern oder Verwandte der extremistischen Szene angehörten oder eine Radikalisierung von Kindern oder Jugendlichen drohe, dann würden Verfassungsschutz und Polizei informiert, teilte das Sozialministerium mit.

Das Kultusministerium erklärte, dass Fortbildungen zur Salafismusprävention von ihrem Haus, aber auch von anderen Stellen, wie dem Innenministerium über das Hessische Informations- und Kompetenzzentrum gegen Extremismus finanziert würden. Zudem werde die „Beratungsstelle Hessen“ gefördert, die als Anlaufstelle für alle gedacht ist, die Unterstützung in der Auseinandersetzung mit religiös begründetem Extremismus benötigen. Neben Angehörigen könnten das auch Lehrer sein. Zudem biete das Landesamt für Verfassungsschutz Lehrerfortbildungen an. (jugendschutz-info.de 29.05.2017)

Quelle: www.faz.net

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